Schwarz-Weiß Fotografien aus Rumänien von Michal Matoušek und Farbfotografien aus Sarajevo von Peter R. Fischer in der Galerie Veränderbar, Görlitzerstraße 42 HH [parablau-Exil]

“Als ich 1998 zum ersten mal nach Rumänien reiste, war ich von der dortigen Eisenbahn begeistert: überbevölkerte türkisblaue Züge mit braunen Kunstlederbezügen, Neugier der Einheimischen, unzählige Gespräche, allgegenwärtiges Geruchsgemisch aus Desinfektionsmittel, Käse und Schweiß, düsteres Licht, unerträgliche Hitze, klirrende Kälte und überall das Menschliche, was in der „westlichen Welt“, sprich Mitteleuropa, damals längst fehlte. Für die meisten Rumänen selbst war die Eisenbahn damals eine Schande, für mich ein fast biblisches Abbild der Welt. Und ich dachte, es bleibt ewig so…”

“[…] Noch immer ,Spuren vom letzten Krieg. Die inneren Spuren sind weniger sichtbar. Aber es geht nicht um persönliche Geschichten und akribische Spurensuche. Alltag ist zurückgekehrt, auch Touristen sind wieder da, vielleicht weniger Journalisten als vor 20 Jahren im Holiday Inn oder vor 30 Jahren zu den Olympischen Winterspielen…
Jedes Foto ein Puzzlestück im Leben einer Stadt. Es fehlen viele Teile, aber etwas ist vom Ganzen zu sehen. Mein Blick, der eines Fremden, ein Streifzug mit Bildern im Hinterkopf, ein Einblick, keine Dokumentation…”

Eintritt frei.